Der "Schöpfer" des Bosauer Wappens,
Gerhard Pause, gibt folgende Beschreibung:
Das Gebrauchswappen
verleiht gewissen Papieren und Schriftstücken des täglichen
Lebens den Charakter von Urkunden. Es wird daher verwendet für Stempel,
Siegel und Klischees.
Das Prunktwappen
trägt den Charakter des Einmaligen und Festlichen. Es ist daher
immer handgearbeitet und findet Verwendung auf künstlerisch gestalteten
Urkunden, dient als Wandschmuck und als Geräteschmuck.
Das Feld des Bosauer Wappens ist gespalten, d.h. senkrecht geteilt.
Das rechte Feld zeigt den Löwen als Symbol dafür, daß Heinrich
der Löwe um 1150 das Gebiet wieder deutsch machte. Das linke Wappenfeld
zeigt die Halbinsel im Plöner See, auf der Altbosau liegt, mit den
beiden Wardern, gestaltet als Adlerkopf. Durch diesen Adler soll ausgedrückt
werden die Inbesitznahme des Plöner und Eutiner Landes durch die Deutschen;
denn der Adler ist das Tier im Reichswappen und als solches Sinnbild des
deutschen Volkes. Die Farben Blau-Weiß-Rot sind die schleswig-holsteinischen
Landesfarben. Der gelbe Löwe stellt Heinrichs goldenen Löwen
dar. Das rote Adlerauge ist der älteste Teil Bosaus, die berühmte
romanische Kirche, eine der fünf ältesten Holsteins.
Der herrliche Landschaftscharakter des Plöner Gebietes wird im
Prunktwappen hervorgehoben durch die Reedgruppe mit den beiden fliegenden
Schwänen, den alljährlichen prächtigen Wintergästen
auf dem See aus dem Norden. Die fünfzehn Ortschaften, die die Gemeinde
Bosau zusammensetzen, bilden durch ihre Anfangsbuchstaben mit Hopfenranken
den übrigen Rahmen. |

Die Verwendung des Gemeindewappens durch Dritte bedarf der Zustimmung des Bürgermeisters.
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